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Drucker

HP Sprocket

Kurz eingeordnet: HP Sprocket sind kleine Taschen-Fotodrucker, die per Bluetooth Bilder vom Smartphone auf klebendes ZINK-Papier ohne Tinte drucken; die Reihe startete im Herbst 2016.

Steckbrief HP Sprocket
HerstellerHP Inc.
KategorieMobiler Fotodrucker (ZINK, tintenlos)
MarkteinführungHerbst 2016 (Berichte vom 23. September 2016)
DruckformateSprocket: 2 × 3 Zoll; Select: 2,3 × 3,4 Zoll
ModelleSprocket, Select, Studio Plus (laut Stichwortzeile der HP-Seite)
VerbindungBluetooth mit iOS und Android über die Sprocket-App (Select: Bluetooth 5.0)
AkkuUrsprungsmodell mit 500 mAh, Laden per Micro-USB
BesonderheitFotopapier mit Klebefläche; Papier enthält die Farbkristalle
Hinweis zur DatenlageAktuelle Verfügbarkeit der einzelnen Modelle nicht abschließend belegt

Instantbilder fürs Smartphone

Am 23. September 2016 berichteten Fachmedien über den ersten HP Sprocket, einen Fotodrucker im Hosentaschenformat. Er richtete sich an Smartphone-Nutzer, die Bilder sofort als Aufkleber in den Händen halten wollten. Das Prinzip ist von Sofortbildkameras bekannt, die Technik aber eine andere: ZINK steht für „Zero Ink“. Die Farbkristalle stecken schon im Papier und werden durch Wärme aktiviert. Es gibt daher keine Patronen, nur Papierpackungen.

Modelle und Formate

Das ursprüngliche Gerät druckt 2 × 3 Zoll und wird per Bluetooth mit Android oder iOS gekoppelt; der Akku mit 500 mAh wird über Micro-USB geladen. Später folgten weitere Modelle, darunter der Sprocket Select, der 2,3 × 3,4 Zoll druckt und von PC-WELT im Mai 2023 als Editors' Choice bewertet wurde. Die Tester lobten Gewicht, einfache App und verbesserte ZINK-Qualität, bemängelten aber gelegentliche Probleme beim Papiereinlegen. Pro Bild vergehen etwa 40 Sekunden, das Gerät kann sich dabei erwärmen. Jede Papierpackung enthält ein Kalibrierblatt mit Barcode, das der Drucker vor dem Druck liest. Auf der HP-Seite werden außerdem Studio-Plus-Modelle als Teil der Sprocket-Familie genannt.

Grenzen und Alternativen

Die Bildqualität ist Spielerei, kein Ersatz für Fotolabor oder Tintenstrahler mit Fotopapier: Farben wirken oft blasser, das Format ist klein. Sinnvoll ist die Reihe für Einladungen, Scrapbooks, Reisetagebücher und Bastelprojekte. Wer größere Abzüge möchte, greift besser zu Geräten der ENVY-Photo-Klasse oder lässt online ausbelichten.

Auch die Folgekosten sollten bedacht werden: Papier ist teurer als bei normalen Fotodruckern pro Bild, und mit der App an ein Konto gebunden zu sein, ist Geschmackssache. Sprocket ist außerdem kein Teil der Office-Welt, weshalb Treiber und WLAN-Einrichtung hier keine Rolle spielen; entscheidend ist die Kopplung per Bluetooth.

Zur Datenlage: Die aktuelle Händlerverfügbarkeit einzelner Modelle ließ sich nicht abschließend prüfen, die Angaben beziehen sich auf Erstvorstellung und Tests.

Zur Entsorgung: Da das Papier keine Patronen erzeugt, bleibt nur Abfall aus der Papierhülle und dem Kalibrierblatt. Der eingebaute Akku sollte jedoch am Ende der Lebensdauer über Sammelstellen für Altbatterien oder Elektrogeräte entsorgt werden, nicht im Hausmüll. Wer das Gerät verschenkt, sollte außerdem die Papierformate und die Kompatibilität mit der Smartphone-App prüfen.

Für wen passt das?

  • Smartphone-Nutzer, die spontan kleine Fotos als Sticker drucken wollen
  • Bastler und Reisende, die ein leichtes Gerät ohne Patronen suchen
  • Wer Fotoqualität und Format realistisch einordnen möchte