Kurz eingeordnet: LaserJet ist HPs Laserdrucker-Marke seit 1984, benannt nach dem ersten Desktop-Laserdrucker mit 300 dpi; heute Oberbegriff für Pro-, Color- und Enterprise-Reihen.
| Hersteller | HP Inc. |
|---|---|
| Kategorie | Laserdrucker und Laser-Multifunktionsgeräte |
| Erstvorstellung | 22. Mai 1984 auf der COMDEX: 300 dpi, 8 Seiten/Min. |
| Druckwerk | Meist Canon-Xerografie-Engines; einige A3-Modelle mit Samsung-Technik (laut Wikipedia) |
| Meilensteine | 1988 erstes Duplex-Gerät, 1991 LaserJet IIISi als Netzwerkdrucker, 1994 erster Color LaserJet |
| Aktuelle Unterlinien | LaserJet Pro, Color LaserJet Pro, LaserJet Enterprise, Color LaserJet Enterprise |
| Namenszusatz „e“ | Kennzeichnet HP+-Modelle mit Pflicht zu Internet und Konto |
| Status | Fortgeführt |
Der Anfang auf der COMDEX
Am 22. Mai 1984 zeigte HP auf der COMDEX den ersten LaserJet: 300 dpi, acht Seiten pro Minute. Wikipedia nennt ihn den ersten Desktop-Laserdrucker der Welt. Das Druckwerk stammte von Canon, genauer dasselbe, das Apple im ersten LaserWriter einsetzte; der Unterschied lag in der Sprache, denn HP baute auf die eigene PCL, Apple auf PostScript. Diese Arbeitsteilung hat sich bis heute gehalten: Die meisten HP-Laser nutzen Canon-Engines, einzelne große A3-Geräte Samsung-Technik.
Eine Chronik der Verbesserungen
1987 folgte mit dem LaserJet II das Massenmodell, 1988 der erste Duplexer, 1991 kam der LaserJet IIISi als erster Netzwerkdrucker der breiten Masse. 1992 brachte die 4L Instant-On-Fixierung, 1994 erschien mit dem Color LaserJet der erste Farblaser des Hauses, damals 2 Seiten pro Minute in Farbe. Bis 2006 waren laut Wikipedia 100 Millionen LaserJets verkauft. Der LaserJet 4101 MFP galt 1998 als erstes Multifunktionsgerät im Massenmarkt.
LaserJet als Dachmarke heute
Wer heute „LaserJet“ liest, sollte genau hinsehen, welche Unterlinie gemeint ist. LaserJet Pro und Color LaserJet Pro adressieren kleine Büros. Die Enterprise-Reihen laufen mit größeren Papiermengen, zentraler Verwaltung und Sicherheitsfunktionen. Gemeinsam ist allen die Toner-Technik: Statt Tinte wird Pulver per Wärme fixiert. Das macht Ausdrucke wischfest und wasserfester als viele Tintendrucke und verhindert Eintrocknen, hat aber Anschaffungs- und Tonerkosten.
Ein Hinweis zur Bezeichnung: Das angehängte „e“ steht bei neueren Modellen für HP+. Laut test.de ist HP+ bei Lasermodellen mit „e“ ab Werk aktiv und lässt sich nicht deaktivieren, das Gerät muss online bleiben, fremder Toner funktioniert nicht. Wer das nicht möchte, muss die Variante ohne „e“ wählen oder die Voraussetzungen beim Kauf genau lesen.
Für die Kaufentscheidung zählen Seitenpreis, monatliche Last und Anschlüsse mehr als der Reihenname. Die Unterseiten zu Color LaserJet Pro und LaserJet Enterprise geben dazu Anhaltspunkte, die Glossareinträge zu Bildtrommel und Fixiereinheit erklären, welche Verschleißteile eine Rolle spielen.
Wer ein älteres Gebrauchtgerät kauft, sollte beachten, dass Wikipedia eine Liste von LaserJet-Modellen führt, für die HP keine neuen Ersatzteile mehr liefert (Stand 2017). Prüfen Sie vor dem Kauf, ob Toner und Treiber für das konkrete Modell weiter erhältlich sind.
Für wen passt das?
- Wer sich einen Überblick über die gesamte LaserJet-Familie verschaffen will
- Büros mit viel Text-Druck, die Eintrocknen vermeiden möchten
- Käufer, die die Bedeutung des „e“-Suffixes verstehen wollen