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Drucker

HP Smart Tank

Kurz eingeordnet: Smart Tank sind HPs nachfüllbare Tintentankdrucker für hohes Druckvolumen: Tinte aus Flaschen statt Patronen, in Deutschland als Serien 5100, 7000 und 7600 sowie als Laser-Tank-Variante.

Steckbrief HP Smart Tank
HerstellerHP Inc.
KategorieTintentank-Multifunktionsgeräte (plus Toner-Tank-Variante Laser Tank)
ZielgruppeHeim und kleine Büros mit niedrigem bis mittlerem Druckvolumen bei geringen Betriebskosten
MarkteinführungSmart Tank 315 und 415 im April 2018; US-Start der Smart-Tank-Reihe im Januar 2020
Serien in Deutschland (2026)Ink Tank 5105, 7005, 7305, 7606; Laser Tank 2504 und 2604
Mitgelieferte Tinte laut HP5100: bis 6.000 Seiten schwarz oder farbig; 7000/7600: bis 12.000 schwarz oder 8.000 farbig
Duplex5100 manuell; 7000 und 7600 automatisch
HinweisHP behauptet bis zu drei Jahre Tintenvorrat bei 150 bis 200 Seiten im Monat
StatusFortgeführt, erweitert um Laser-Tank-Modelle

Warum HP auf Tintentanks setzt

Nachfüllbare Tintenstrahler waren lange eine Bastlerdomäne: Dritthersteller verkauften Umbausätze, die ungenau saßen und gern kleckerten. Erst als die Hersteller selbst Tanksysteme entwickelten, wurde daraus ein Massenprodukt. HP stellte im April 2018 die Smart Tank 315 und 415 vor, der Start in den USA folgte im Januar 2020. Das Konzept: Statt teurer Patronen gibt es vier Flaschen mit Tinte, die bei der Einrichtung in feste Tanks gefüllt werden.

Modelle und Reichweiten

Im deutschen Angebot stehen drei Tintenserien. Die 5100er-Reihe ist das günstige Einstiegsmodell: Drucken, Scannen, Kopieren, Flachbett, 12 Seiten in Schwarz pro Minute, manueller Duplexdruck. Die 7000er-Reihe liefert automatischen Duplex und mehr Tempo; die 7305 hat zusätzlich einen Vorlageneinzug und Ethernet, die 7606 bringt zudem Fax und einen USB-Anschluss an der Vorderseite. Die mitgelieferte Tinte reicht laut HP für 6.000 (5105) bzw. 12.000 Schwarz- und 8.000 Farbseiten (7000er). Diese Zahlen sind Testwerte unter Laborbedingungen; die tatsächliche Reichweite hängt vom Druckbild ab, und ein Teil der Tinte geht beim Befüllen drauf.

Zusätzlich führt HP eine Laser-Tank-Variante mit Tonerbehälter für 5.000 Schwarzseiten (2504, 2604), die auf Büros zielt, die nur Schwarzweiß drucken.

Stärken, Grenzen, Alternativen

Die große Stärke ist der niedrige Seitenpreis bei viel Druck. Die Grenze liegt bei der Geschwindigkeit: 12 bis 15 Seiten pro Minute sind für den Haushalt ausreichend, aber keine Büromaschine. Auch die Vorlaufkosten sind höher als bei einfachen Patronengeräten.

Wer wenig druckt, profitiert weniger, denn Tinte trocknet in den Düsen ein, wenn der Drucker lange ungenutzt bleibt. HP gibt für die aktualisierte schwarze Tinte an, sie bleibe nach zwölf Wochen Stillstand nutzbar; das ist eine interne Testangabe. Zum Vergleich: Instant-Ink-Abos mit normalen Patronen lösen dasselbe Kostenproblem anders, nämlich durch Abrechnung pro Seite.

Wichtig: Auch Tintentank-Geräte haben Firmware, die fremde Tinte bewerten kann. HP empfiehlt Original-Flaschen und warnt vor Qualitätsverlust und Garantieproblemen bei Alternativen. Das sollte man bei der Kalkulation der Betriebskosten im Hinterkopf behalten.

Bei der Auswahl hilft eine einfache Rechnung: Teilen Sie den Preis der Zusatzflaschen durch die angegebene Seitenzahl und vergleichen Sie das Ergebnis mit dem Seitenpreis Ihrer jetzigen Patronen. Weil die HP-Zahlen Testwerte sind, empfiehlt sich ein Sicherheitsabschlag von etwa einem Viertel für den Alltag.

Für wen passt das?

  • Familien und Vielschreiber mit regelmäßig hohem Druckvolumen
  • Home-Offices, die Folgekosten niedrig halten wollen
  • Käufer, die zwischen Patrone, Abo und Tank abwägen