Kurz eingeordnet: DeskJet ist HPs Einsteigerreihe für Tintenstrahl-Multifunktionsgeräte im Haushalt: seit 1988 am Markt, heute als Serien 2900 und 4300 mit Drucken, Scannen und Kopieren.
| Hersteller | HP Inc. |
|---|---|
| Kategorie | Tintenstrahldrucker und Multifunktionsgeräte für zu Hause |
| Zielgruppe | Privathaushalte und Familien mit geringem Druckvolumen |
| Seit | 1988 (erste DeskJet; der Vorgänger ThinkJet erschien 1984) |
| Aktuelle Modellfamilie (Stand 2026) | DeskJet 2900 und DeskJet 4300 im deutschen HP-Shop |
| Typische Merkmale | Drucken, Scannen, Kopieren; Dual-Band-WLAN; 4300 mit 35-Blatt-Vorlageneinzug; Bedienung über LCD mit Tasten |
| Tempo laut HP | 2900: 7,5 Seiten/Min. schwarz, 5,5 farbig; 4300: 8,5 schwarz, 5,5 farbig |
| Status | Fortgeführt; der Name bleibt, die Serien werden durchnummeriert |
Vom ThinkJet zum Familiendrucker
Die Geschichte des Tintenstrahldrucks bei HP beginnt 1984 mit dem ThinkJet. Vier Jahre später folgte die erste DeskJet, und der Name blieb über Jahrzehnte erhalten. In den frühen Neunzigern kamen Farbmodelle hinzu, 1992 ein tragbares Gerät, später Multifunktionsgeräte wie die F380 aus dem Jahr 2006. Wer heute eine DeskJet kauft, bekommt also eine sehr alte Produktlinie in moderner Verpackung.
Wichtig für die Einordnung: Die DeskJet ist bewusst die unterste Stufe. Sie soll billig anzuschaffen sein und für gelegentliche Ausdrucke reichen, etwa Schulunterlagen, Formulare oder ein Foto für den Kühlschrank.
Was die aktuellen Serien können
Im deutschen HP-Shop tauchen derzeit nur zwei Reihen auf. Die 2900er-Serie druckt, scannt und kopiert, hat ein kleines LCD mit Tasten und schafft laut Herstellerangabe 7,5 Seiten pro Minute in Schwarz. Die 4300er-Serie ergänzt einen automatischen Vorlageneinzug für 35 Blatt; wer mehrseitige Verträge kopiert, spart damit viel Handarbeit. Beide nutzen Dual-Band-WLAN mit automatischer Wiederverbindung. Beachten Sie die Fußnote auf der HP-Seite: Der eigentliche Funkbetrieb läuft nur im 2,4-GHz-Netz, was beim Einrichten nach einem Routerwechsel häufig zur Stolperfalle wird.
Gesteuert wird alles über die HP-App. Ein Touchscreen fehlt, die Menüführung ist knapp gehalten. Die Geräte sind mit dem Tintenabo Instant Ink kompatibel; die dazugehörigen Werbeversprechen wie „bis zu 70 % sparen“ sind Herstellerangaben mit Vergleichsannahmen und sollten nicht ungeprüft übernommen werden.
DeskJet im Vergleich zu den Nachbarn
Gegenüber der ENVY-Reihe fehlen Touchscreen, Fotofach und die höhere Geschwindigkeit. Gegenüber OfficeJet Pro ist der Abstand noch größer: kein Duplex-Vorlageneinzug, deutlich geringere Dauerlast, langsamerer Druck. Dafür sind Anschaffung und Bedienung unkompliziert.
Ein Punkt, der bei Billigdruckern gern untergeht, ist der Seitenpreis. Kleine Patronen sind schnell leer, und bei seltener Nutzung können Düsen eintrocknen. Wer viel druckt, landet daher oft bei einem Tanksystem oder Laser. Die DeskJet bleibt dagegen die sinnvolle Wahl, wenn wenige Seiten im Monat anfallen und die Hürde beim Einrichten niedrig sein soll.
Wer sich für ein Modell entscheidet, sollte die genaue Typenbezeichnung prüfen: Modelle mit angehängtem „e“ gehören zu den Geräten, die das HP+-Programm unterstützen, und binden den Nutzer an Original-Tinte.
Praktisch zu wissen: Auf der HP-Seite sind einige Fußnoten zu Sparversprechen und Geschwindigkeitsangaben ohne Text angelegt. Vergleichen Sie Geschwindigkeits- und Ersparnisangaben deshalb immer mit unabhängigen Tests, etwa von Stiftung Warentest oder Fachmagazinen, bevor Sie sich auf eine Typenreihe festlegen.
Für wen passt das?
- Haushalte mit wenigen Ausdrucken pro Monat
- Schüler, Studierende und Familien, die ein einfaches Allround-Gerät suchen
- Wer Scannen und Kopieren gelegentlich braucht, aber keinen Büroalltag abbilden muss