Kurz erklärt: Der Seitenpreis (Kosten pro Seite) ergibt sich aus dem Preis einer Patrone oder Kartusche geteilt durch deren Seitenreichweite und zeigt die laufenden Druckkosten.
Ein Drucker für 49 Euro wirkt wie ein Schnäppchen, bis die Patronen anstehen. Deshalb lohnt der Blick auf die Betriebskosten statt auf den Anschaffungspreis allein.
Die Rechnung
Beispiel: Eine Schwarzpatrone für 20 Euro mit 400 Seiten Reichweite ergibt 5 Cent pro Seite. Eine größere Variante für 32 Euro mit 900 Seiten kommt auf rund 3,6 Cent. Bei Farbe addieren Sie die Kosten aller Patronen und teilen durch die kleinste Reichweite oder rechnen je Farbe getrennt.
Was sonst einfließt
- Papierkosten, im Schnitt ein bis zwei Cent pro Blatt
- Verschleißteile wie Trommel und Fixiereinheit beim Laser
- Tinte für Reinigungen, die nirgends in der Rechnung steht
Realistisch betrachtet liegen tatsächliche Kosten über dem theoretischen Wert. Besonders günstig sind Tintentanksysteme und Schwarzweiß-Laser bei hohem Volumen. Wer selten druckt, profitiert dagegen mehr vom niedrigen Kaufpreis und einem Modell mit toleranter Tinte. Vergleichen Sie Seitenpreise nur zwischen Angaben gleicher Normen und denselben Druckmodi, sonst wirken Unterschiede größer als sie sind.
Mit Verbrauch rechnen
Schätzen Sie das jährliche Volumen und multiplizieren Sie es mit dem Seitenpreis. Addieren Sie die Gerätekosten und rechnen Sie das Ganze über drei bis fünf Jahre durch. Erst dann sehen Sie, ob das günstige Gerät mit teuren Patronen oder das teurere mit sparsamem Verbrauch das bessere Geschäft ist.
Ein häufiger Irrtum: Der Preis von Starterpatronen wird in die Rechnung einbezogen, obwohl sie weniger fassen. Rechnen Sie immer mit den regulären Nachkaufpatronen, sonst erscheint das Gerät günstiger oder teurer, als es ist.
Quelle: Verbraucherzentrale: Druckerkosten · Stand: Oktober 2026