Unabhängiges Ratgeber-Magazin · kein Angebot der HP Inc.

Druckertechnik

Tintenstrahldrucker

Kurz erklärt: Ein Tintenstrahldrucker erzeugt das Druckbild, indem ein Druckkopf winzige Tintentropfen direkt auf das Papier schießt; er eignet sich besonders für Fotos und gelegentliches Drucken.

Zwei Prinzipien sind üblich: Beim thermischen Verfahren erhitzt ein Element die Tinte, bis eine Dampfblase einen Tropfen herausdrückt; beim Piezoverfahren verformt ein Kristall die Düsenkammer. Je nach Technik entstehen Tropfen von wenigen Pikolitern.

Stärken

Die Anschaffung ist günstig, Farbverläufe und Fotos wirken weich, und das Gerät braucht wenig Platz. Auch Spezialpapiere wie glänzendes Fotopapier oder Karton verarbeitet er besser als viele Laserdrucker.

Schwächen

  • Tinte trocknet ein, wenn der Drucker lange nicht benutzt wird
  • Seitenpreis bei Original-Patronen oft höher als bei Toner
  • Wasserlöslichkeit von Farbstofftinte, Text kann bei Nässe verlaufen

Wer wenig druckt, fährt mit einem Tintenstrahlmodell meist günstiger, weil keine teure Trommel- und Fixiereinheit zu verschleißen ist. Bei hohem Seitenvolumen im Alltag lohnen sich Tintentanksysteme oder Laser. Wichtig ist die Auswahl nach Nutzung: Wer monatlich nur ein paar Seiten druckt, sollte auf Modelle achten, die Eintrocknen verzeihen.

Eintrocknen vermeiden

Drucken Sie mindestens einmal pro Woche eine Testseite mit allen Farben und lassen Sie den Drucker über den Netzschalter ausschalten, nicht über die Steckerleiste. So kann der Kopf sauber parken und die Düsen schließen. Bei längerer Pause lohnt es, vor dem nächsten Druck einen Düsentest zu machen.

Kurz: Der Tintenstrahler ist der Allrounder für Haushalt und Schule, vor allem wenn farbige Ausdrucke gelegentlich anfallen. Bei dauerhaft hohem Textvolumen sind Alternativen mit niedrigerem Seitenpreis meist die wirtschaftlichere Wahl.

Quelle: Wikipedia: Tintenstrahldrucker · Stand: Oktober 2026