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HP Pavilion

Kurz eingeordnet: Pavilion war seit 1995 HPs Verbrauchermarke für Heim-PCs und seit 1999 für Laptops; die Reihe wird seit 2024 durch OmniBook ersetzt, die Desktops endeten im November 2025.

Steckbrief HP Pavilion
HerstellerHP Inc. (früher Hewlett-Packard)
KategorieVerbraucher-Laptops und -Desktops
Einführung14. August 1995 (Desktop Pavilion 5030); erste Pavilion-Laptops 4. Oktober 1999 (N3100)
ZielgruppePrivatnutzer, Schule, Studium, Homeoffice
Gaming-AblegerPavilion Gaming ab 2020, 2021 durch Victus ersetzt
DesktopsVerkauf bis November 2025, ersetzt durch OmniDesk
LaptopsGemäß HP-Beitrag durch OmniBook 3 und 5 ersetzt; Altbestand noch erhältlich
RebrandingMai 2024 angekündigt, schrittweise Ausmusterung
StatusAuslaufend / ersetzt durch OmniBook

Die Heimmarke mit Windows 95

Am 14. August 1995 stellte HP die Pavilion vor. Der erste Rechner, die Pavilion 5030, war HPs erster PC, der gezielt für den Heimmarkt entwickelt wurde, und lief mit Windows 95. Vier Jahre später, am 4. Oktober 1999, folgten die ersten Notebooks, die N3100-Serie, die erstmals im Einzelhandel für Privatkunden zu haben waren. Nach der Compaq-Übernahme 2002 verkaufte HP bis 2013 Pavilion und Presario nebeneinander.

Kleine Chronik der Eigenheiten

Die Pavilion stand für Alltagsrechner mit Designvariationen. Mit „HP Imprint“ (2006) und „Imprint 2“ (2008) gab es glänzende Oberflächen, die „Artist Edition“ entstand aus Designwettbewerben mit MTV. Die QuickPlay-Software (2004 bis 2009) spielte Medien ab, ohne Windows zu starten. Weniger glanzvoll waren Hitzeprobleme: Mehrere Serien aus den späten 2000ern (dv2000, dv6000, dv9000) hatten überhitzungsbedingte Hardwareausfälle, 2009 rief HP über 70.000 Akkus zurück. Wikipedia führt auch an, dass schlanke Slimline-Desktops schnell heiß wurden.

2020 startete Pavilion Gaming als günstige Spielereihe. Sie wurde 2021 von Victus abgelöst.

Was heute gilt

Im Mai 2024 gab HP bekannt, Pavilion, Envy und Spectre schrittweise zu streichen. Die Verbraucherrechner wechseln auf die Omni-Marken. Bei Desktops ist der Schnitt vollzogen: Sie liefen bis November 2025 und wurden durch OmniDesk ersetzt. Bei Laptops fällt die Bewertung differenzierter aus. Wikipedia führt Pavilion-Laptops weiter als produziert, HP selbst beschreibt in einem Rückblick die OmniBook 3 und 5 als Ersatz, und ein Übersichtsartikel von Windows Central (Stand 27. Mai 2026) nennt Pavilion als ausgemustert, aber noch als Restbestand im Handel. Auf HPs australischem Shop erscheint die Pavilion-Kategorie bereits mit dem Zusatz „Pavilion is Now HP OmniBook“.

Für Besitzer ändert sich zunächst nichts. Treiber und Handbücher für Ihr Pavilion-Modell bleiben bei HP unter der Modellnummer verfügbar. Wer neu kauft, sollte nach OmniBook 5 oder 3 suchen und die technischen Eckdaten vergleichen, statt auf Restposten zu setzen: Ältere Pavilion-Geräte haben weder NPU noch aktuelle Prozessoren, und Garantie und Update-Dauer sind kürzer.

Ein Gebrauchtkauf kann trotzdem sinnvoll sein, wenn Preis, Zustand und Akku stimmen; dann gilt die übliche Checkliste: SSD statt Festplatte, ausreichend Arbeitsspeicher und ein unbeschädigter Akku.

Noch ein Hinweis für die Praxis: Wer ein Pavilion mit schwacher Akkuleistung besitzt, kann die Ladegrenze in der Herstellersoftware oder im BIOS begrenzen. Das schont den Akku bei dauerhaftem Netzbetrieb und verlängert die Lebensdauer, sofern das jeweilige Modell diese Option anbietet.

Für wen passt das?

  • Besitzer eines Pavilion-Geräts, die Support oder Nachfolger suchen
  • Käufer von Restposten oder Gebrauchtgeräten, die Status und Risiken einordnen wollen
  • Wer verstehen möchte, warum HP-Marken verschwunden sind