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PC & Laptop

Wärmeleitpaste

Kurz erklärt: Wärmeleitpaste füllt mikroskopische Lücken zwischen Prozessor und Kühlkörper, damit die Abwärme besser abgeleitet wird; sie altert und wird nach Jahren trocken.

Zwei scheinbar glatte Metallflächen berühren sich unter dem Mikroskop nur an wenigen Punkten. Dazwischen sitzt Luft, die schlecht leitet. Die Paste verdrängt sie und stellt einen gleichmäßigen Wärmeübergang her.

Wann ein Wechsel sinnvoll ist

Wird ein Notebook nach drei, vier Jahren plötzlich laut und heiß, drosselt die CPU oder schaltet es sich ab, kann ausgetrocknete Paste mitverantwortlich sein. Häufiger liegt es aber an Staub in Lüfter und Lamellen, den Sie zuerst entfernen.

Vorgehen im Überblick

  • Gerät ausschalten, Netzteil trennen, wenn möglich Akku abklemmen
  • Kühler lösen, alte Paste mit Isopropanol und fusselfreiem Tuch entfernen
  • Erbsengroße Menge neue Paste auf den Chip geben und Kühler gleichmäßig anschrauben

Bei vielen Geräten erlischt durch das Öffnen unter Umständen die Garantie, und die Bauweise macht den Zugang schwierig. Sehen Sie in Handbuch oder Wartungsanleitung nach. Wärmeleitpads, die etwa Speicherchips kühlen, dürfen nicht versehentlich entfernt werden. Wer sich unsicher ist, überlässt die Arbeit einer Werkstatt.

Alternativen und Grenzen

Neben Paste kommen Flüssigmetall und Pads zum Einsatz, die jeweils eigene Anforderungen haben. Flüssigmetall leitet Strom und kann auf Platinen Kurzschlüsse auslösen, daher ist es nur für Erfahrene geeignet. Für die meisten Heimanwender ist eine nicht leitende Paste einfacher und sicherer, zumal der Effekt eines Austauschs bei jungen Geräten gering ausfällt.

Vermeiden Sie zu viel Paste: Überschüssiges Material quillt heraus, kann Bauteile verschmutzen und isoliert eher, als dass es hilft. Dünn und gleichmäßig verteilt ist die beste Regel.

Quelle: Wikipedia: Wärmeleitpaste · Stand: Oktober 2026