Kurz erklärt: Wi-Fi Direct ist eine Funkverbindung, bei der ein Smartphone oder Notebook direkt mit dem Drucker kommuniziert, ohne dass ein Router oder bestehendes WLAN benötigt wird.
Normalerweise laufen Druckaufträge über den Router: Handy und Drucker melden sich am selben WLAN an. Wi-Fi Direct überspringt diese Station. Der Drucker spannt ein eigenes kleines Funknetz auf, das einem Gerät ähnelt, das Sie wie ein normales WLAN auswählen.
So läuft eine direkte Verbindung ab
In den Druckereinstellungen schalten Sie die Funktion ein. Der Drucker zeigt dann einen Netzwerknamen, der oft mit „DIRECT“ beginnt, und ein Passwort oder einen PIN an. Das Handy verbindet sich damit wie mit einem Hotspot. Anschließend erkennt eine Druck-App oder der Systemdienst das Gerät.
Vor- und Nachteile abwägen
- Vorteil: funktioniert auch unterwegs, im Büro ohne Gastzugang oder bei defektem Router.
- Nachteil: Das Handy ist währenddessen nicht mit dem Heimnetz verbunden, mobiles Internet kann dadurch störend wechseln.
- Nachteil: Zugriff auf das Internet über den Drucker besteht nicht.
Wer häufig druckt, fährt mit einer festen Anbindung ans Heimnetz meist besser. Wi-Fi Direct eignet sich als Notlösung oder für Gäste, die sonst ein Passwort bräuchten. Sicherheitstechnisch ist es sinnvoll, das Zugangspasswort vom Werkseinstellungswert zu ändern und die Funktion abzuschalten, wenn sie nicht gebraucht wird. Manche Hersteller erlauben beides gleichzeitig, also Heimnetz und Direktverbindung parallel.
Typischer Einsatz im Alltag
Praktisch ist die Funktion in der Ferienwohnung, bei einer Präsentation im fremden Büro oder wenn der Router den Geräten untereinander keine Kommunikation erlaubt. Für den Dauerbetrieb zu Hause empfiehlt sich die Anbindung ans Heimnetz, damit Handy und Notebook weiterhin ins Internet kommen und Updates des Druckers automatisch ankommen.
Quelle: Wi-Fi Alliance: Wi-Fi Direct · Stand: Oktober 2026