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Druckertechnik

Grammatur

Kurz erklärt: Die Grammatur gibt das Gewicht von Papier in Gramm pro Quadratmeter an und bestimmt, wie dick und steif ein Blatt ist und ob der Drucker es verarbeiten kann.

Standardpapier für das Büro hat 80 g/m². Es ist ein guter Kompromiss aus Preis, Stabilität und Laufeigenschaften. Fotopapier liegt häufig zwischen 170 und 300 g/m², Visitenkarten und Postkarten ähnlich.

Warum Druckerhersteller Grenzen nennen

Jeder Papierweg ist auf einen Bereich ausgelegt, etwa 60 bis 105 g/m² im Standardfach. Dickeres Material muss gerade durch den hinteren Schacht oder ein Spezialfach laufen. Wer es trotzdem aus dem normalen Fach zieht, riskiert Staus und Walzenschäden.

Orientierung nach Zweck

  • Briefe und Alltag: 80 g/m²
  • Doppelseitiger Druck: eher 90 g/m², damit nichts durchscheint
  • Flyer und Einladungen: 120 bis 170 g/m²
  • Fotodruck: Herstellerangabe des Fotopapiers

Im Treiber stellen Sie den Papiertyp passend ein. Dadurch ändert der Drucker Tintenmenge, Trockenzeit oder Fixiertemperatur. Ein Blatt mit 120 g/m² verträgt auf Tintenstrahldruckern mehr Tinte als ein dünnes; auf Laserdruckern verlangt es dagegen eine höhere Fixiertemperatur und einen entsprechend eingestellten Papiertyp. Ein falscher Typ führt zu Schmierern oder abfallendem Toner.

Wo Sie die Angaben finden

Auf der Verpackung steht die Grammatur meist groß neben dem Format. Der Drucker nennt seinen zulässigen Bereich im Datenblatt, getrennt nach Hauptfach und Spezialeinzug. Halten Sie sich an diese Grenzen, auch wenn dickeres Papier zunächst problemlos durchläuft; der Verschleiß macht sich später bemerkbar.

Praktisch ist ein kleiner Test: Legen Sie ein einzelnes Blatt des neuen Papiers in den Handeinzug und drucken Sie eine Probeseite, bevor Sie größere Mengen kaufen. So erkennen Sie rasch, ob Gerät und Papier harmonieren.

Quelle: Wikipedia: Flächenmasse · Stand: Oktober 2026