Kurz erklärt: Ein Flachbettscanner tastet eine auf eine Glasplatte gelegte Vorlage mit einer bewegten Sensorzeile ab und eignet sich für Fotos, Bücher und empfindliche Dokumente.
Unter dem Glas fährt ein Schlitten mit Lichtquelle und Sensor entlang der Vorlage. Der Sensor, meist ein CIS- oder CCD-Element, erfasst Zeile für Zeile Helligkeit und Farbe. Aus den Zeilen setzt die Software das Bild zusammen.
Unterschiede der Sensortechnik
CIS-Sensoren sind flach, sparsam und billig, haben aber nur geringe Schärfentiefe. CCD-Scanner arbeiten mit Spiegeln und Linsen und liefern bei dicken Vorlagen wie Büchern ein schärferes Ergebnis, bauen jedoch höher und verbrauchen mehr Strom.
Gute Ergebnisse erzielen
- Glas vorher mit einem weichen Tuch entstauben
- Vorlage gerade ausrichten, Deckel schließen
- Für Fotos 300 bis 600 dpi, für Text 200 bis 300 dpi wählen
Multifunktionsgeräte haben in der Regel ein Flachbett, ergänzt um einen Einzug für Stapel. Für Dias und Negative braucht es einen Durchlichtaufsatz, den nur manche Modelle mitbringen. Streifen im Scan deuten auf Schmutz auf dem Glas oder auf der Sensorleiste hin; Abhilfe schafft vorsichtiges Reinigen mit Glasreiniger auf einem Tuch, nicht direkt auf der Scheibe.
Zubehör und Ergänzungen
Für große Vorlagen wie Plakate gibt es Großformatscanner, für Bücher Aufsichtscanner mit Buchwippe. Kleine Vorlagen wie Visitenkarten scannen Sie in Gruppen, wenn die Software mehrere Objekte automatisch trennt. Prüfen Sie vor dem Kauf, ob Ihre bevorzugte Scansoftware das Gerät unterstützt.
Bedenken Sie beim Kauf den Stromverbrauch und die Standgröße. Kompakte Geräte sparen Platz, größere erfassen A4 ohne Abschneiden. Notieren Sie sich vorab, welche Formate Sie regelmäßig verarbeiten.
Quelle: Wikipedia: Scanner · Stand: Oktober 2026