Kurz erklärt: Ein ICC-Profil beschreibt das Farbverhalten eines Geräts oder Farbraums und erlaubt es, Farben zwischen Monitor, Scanner und Drucker möglichst einheitlich umzurechnen.
Dieselbe Farbzahl sieht auf zwei Bildschirmen verschieden aus. Ein Profil legt fest, was die Zahlen für das jeweilige Gerät bedeuten. Das International Color Consortium hat das Dateiformat standardisiert, weshalb es auf allen großen Plattformen funktioniert.
Wie die Umrechnung läuft
Ein Foto trägt ein eingebettetes Profil, etwa sRGB. Beim Druck übersetzt die Farbverwaltung die Werte über einen geräteunabhängigen Zwischenraum in den Farbraum des Druckers mit Papier. Ohne Profile wird geraten, mit ihnen gerechnet.
Wann Sie sich darum kümmern sollten
- Fotodruck mit Fotopapier eines Drittanbieters (Papierprofil vom Hersteller)
- Beruflicher Druck mit Farbverbindlichkeit
- Monitor-Kalibrierung mit einem Messgerät
Für einen normalen Brief ist das unerheblich. Bei Fotos mit Farbstich lohnt es sich, im Druckdialog die Farbverwaltung dem Programm statt dem Drucker zu überlassen, und nicht beides gleichzeitig anzuwenden, sonst wird doppelt korrigiert. Profile liegen unter Windows im Systemordner für Farbe und lassen sich im Farbverwaltungs-Dialog zuweisen.
Einstellung im Alltag
Für den Fotodruck wählen Sie im Druckdialog, ob das Programm oder der Drucker die Farben verwaltet. Nur eine Instanz darf rechnen, sonst entstehen Farbstiche. Papierhersteller bieten oft kostenlose Profile an, die Sie im Dialog auswählen. Bei Unsicherheit liefert ein Probedruck auf kleinem Format schnell Klarheit.
Zusammengefasst: Profile sind unsichtbare Übersetzer. Meist arbeiten sie im Hintergrund korrekt, und nur bei Farbabweichungen oder professionellen Anforderungen lohnt es, sie bewusst zu steuern.
Quelle: International Color Consortium · Stand: Oktober 2026