Kurz erklärt: CMYK ist ein Farbmodell aus Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz (Key), das im Druck verwendet wird und Farben durch Mischung von Pigmenten auf Papier erzeugt.
Beim Druck wird Licht nicht ausgestrahlt, sondern vom bedruckten Papier zurückgeworfen. Jede Farbe schluckt einen Teil des Lichts, weshalb man von subtraktiver Farbmischung spricht. Cyan, Magenta und Gelb ergeben theoretisch Schwarz, praktisch aber ein trübes Braun, daher kommt Schwarz als eigene Farbe dazu.
Warum Bildschirmfarben abweichen
Monitore arbeiten mit RGB und können Farbtöne zeigen, die CMYK nicht erreicht, etwa sehr leuchtendes Blau oder Grün. Der druckbare Farbraum ist kleiner. Beim Umrechnen verschieben sich daher manche Töne.
Praxis für Heimdrucker
- Heimdrucker nehmen RGB-Dateien an und rechnen intern um
- Druckereien verlangen oft CMYK-PDFs mit passendem Profil
- Tintenstrahlmodelle nutzen teilweise mehr Farben (Hellcyan, Photoschwarz)
Wer ein Bild für die professionelle Druckerei vorbereitet, wandelt es im Bildprogramm mit dem richtigen ICC-Profil in CMYK um und prüft das Ergebnis im Softproof. Für den Ausdruck zu Hause genügt in der Regel, die Datei in RGB zu belassen und die Farbverwaltung dem Treiber zu überlassen.
Tipps für den Alltag
Wenn Sie Dateien an eine Druckerei geben, fragen Sie nach der gewünschten Spezifikation, etwa PDF/X mit CMYK und Beschnitt. Für Hausdrucke lassen Sie RGB unverändert. Ein Probedruck auf dem Zielpapier zeigt am schnellsten, ob Farben abweichen, und erspart teure Fehldrucke bei größeren Auflagen.
Ein einfacher Tipp zum Schluss: Verwenden Sie nie reines Schwarz aus vier Farben für kleine Schrift, da Registerabweichungen sie unscharf machen. Druckvorlagen setzen Text deshalb meist nur im Schwarzkanal.
Quelle: Wikipedia: CMYK-Farbmodell · Stand: Oktober 2026