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Druckertechnik

Druckgeschwindigkeit

Kurz erklärt: Die Druckgeschwindigkeit wird in Seiten pro Minute (ppm) angegeben und beschreibt, wie viele Seiten ein Drucker im Normalbetrieb ausgibt; sie sagt nichts über Fotos oder die erste Seite.

Hersteller testen mit genormten Seiten und reduziertem Druckmodus. Ein Wert von 20 ppm schwarzweiß klingt flott, im Alltag mit Grafiken, Duplex und Netzwerkübertragung erreicht das Gerät diesen Wert selten.

Faktoren, die bremsen

  • Hohe Qualitätsstufe und Fotopapier
  • Farbdruck gegenüber Schwarz
  • Duplex, da die Rückseite einen zweiten Durchlauf braucht
  • Komplexe PDFs, die zuerst im Gerät aufbereitet werden

Richtig einordnen

Bei kurzen Dokumenten zählt eher die Erste-Seite-Zeit, weil der Drucker anläuft, bevor die Seiten schnell hintereinander folgen. Erst bei Stapeln von zwanzig, dreißig Seiten wird ppm entscheidend. Ein Beispiel: 100 Seiten bei echten 15 Seiten pro Minute dauern knapp sieben Minuten; bei realistischen 8 sind es über zwölf.

Laserdrucker sind bei Text im Schnitt schneller als Tintenstrahler, während Fotos auf Tinte besser aussehen, aber langsam entstehen. Wer viel mehrseitig druckt, sollte auf Angaben zum Duplextempo und zur Verarbeitung großer Aufträge achten und den ppm-Wert nicht isoliert vergleichen.

Messnorm beachten

Zwei Normen kursieren: eine ältere Herstellerangabe im Entwurfsmodus und der Wert nach ISO/IEC 24734, der Dokumente mit realistischen Inhalten testet. Der zweite Wert liegt meist deutlich niedriger, ist aber aussagekräftiger. Fragen Sie im Zweifelsfall nach, nach welchem Verfahren die Zahl entstanden ist.

Prüfen Sie Testberichte, die selbst gemessen haben, und achten Sie darauf, ob Farbe und Schwarzweiß getrennt angegeben sind. Farbe läuft oft nur halb so schnell wie Schwarz, was bei Präsentationen schnell ins Gewicht fällt.

Quelle: ISO/IEC 24734: Druckgeschwindigkeit · Stand: Oktober 2026