Kurz eingeordnet: HP+ ist ein Programm, das beim Einrichten bestimmter HP-Drucker aktiviert wird: HP-Konto, ständige Internetverbindung und dauerhafte Nutzung von Original-Tinte als Bedingung, erweiterte Garantie als Gegenleistung.
| Anbieter | HP Inc. |
|---|---|
| Art | Druckerprogramm (kein Abo), aktiviert bei der Einrichtung |
| Voraussetzungen | HP-Konto, Internetverbindung, ausschließlich Original-HP-Patronen für die gesamte Lebensdauer |
| Kennzeichen | Kleines „e“ am Ende der Modellnummer |
| Kompatible Reihen (HP-FAQ) | OfficeJet Pro 8000e/9000e, DeskJet 2700e/4100e, ENVY 6000e/6400e, ENVY Inspire 7200e/7900e |
| Vorteile laut HP | Verlängerte Garantie, bis zu 3 Monate Instant Ink (700 Seiten), Cloud- und Sicherheitsfunktionen |
| Instant-Ink-Anmeldung | Innerhalb von 7 Tagen nach Einrichtung |
| Kritik (test.de 2022) | Drucker muss online bleiben; HP+ lässt sich nicht abschalten; Fremdtinte gesperrt |
| Hinweis | Bei Laser-„e“-Modellen ab Werk aktiv (test.de) |
Was HP+ ist
HP+ wird oft für ein Abo gehalten, ist aber keines. HP bezeichnet es als kostenloses Upgrade, das bei der Einrichtung aktiviert wird. Ob ein Drucker dafür geeignet ist, erkennt man am kleinen „e“ hinter der Modellnummer, etwa bei OfficeJet Pro 8000e und 9000e, DeskJet 2700e und 4100e, ENVY 6000e und 6400e sowie ENVY Inspire 7200e und 7900e. Das listet HP in seinen FAQ.
Bedingungen und Vorteile
Für HP+ braucht man ein HP-Konto, eine Internetverbindung und die Entscheidung, ausschließlich Original-HP-Tinte zu verwenden, und zwar für die gesamte Lebensdauer des Geräts. Im Gegenzug nennt HP eine verlängerte Garantie, bis zu drei Monate Instant Ink mit bis zu 700 Seiten monatlich als Testangebot (Anmeldung binnen sieben Tagen, einmalig pro Drucker) sowie Funktionen wie Cloud-Anbindung, automatische Problemerkennung, Schutz vor Schadsoftware und „Private Pickup“, bei dem Druckaufträge erst am Gerät freigegeben werden. Über die App kommen erweitertes Scannen, Dokumentenverwaltung, mobiles Faxen und Verknüpfungen zu Google Drive und Dropbox hinzu. Instant Ink selbst ist nicht verpflichtend; nach der Testphase fällt eine monatliche Gebühr an, die man kündigen kann.
Kritik und Entscheidung
test.de bemängelte 2022, dass ein HP+-Drucker online bleiben müsse, dass sich die Funktion nach der Aktivierung nicht wieder abschalten lasse und dass Fremdtinte nicht mehr funktioniere. Bei Lasermodellen mit „e“ sei HP+ ab Werk aktiv. HP selbst schreibt in der FAQ, man könne die Aktivierung bei der Einrichtung überspringen, verliere dann aber die Vorteile; wie man HP+ nachträglich deaktiviert, erklärt die Seite nicht. Wer wiederbefüllte oder kompatible Patronen nutzen möchte, sollte den Schritt gleich bei der Einrichtung ablehnen oder ein Modell ohne „e“ wählen.
Auch ohne HP+ können normale HP-Drucker Fremdpatronen blockieren: Die FAQ weist darauf hin, dass Dynamic Security modifizierte oder nicht von HP stammende Chips sperren kann und dass Firmware-Updates zuvor funktionierende Patronen unbrauchbar machen können.
Für Entscheidungen hilft eine ehrliche Rechnung: Wer wenig druckt und Garantie schätzt, kann mit HP+ gut leben; wer Wert auf freie Tintenwahl und Offline-Betrieb legt, vermeidet die „e“-Geräte.
Wer bereits ein HP+-Gerät besitzt und Probleme mit Verbindung oder Patronen hat, sollte zuerst prüfen, ob der Drucker online ist und das HP-Konto korrekt verknüpft wurde. Viele Störungen entstehen, wenn das WLAN wechselt oder die Zugangsdaten abgelaufen sind; ein Neu-Verbinden über die App löst das meist.
Für wen passt das?
- Käufer, die HP+ vor der Einrichtung bewerten wollen
- Nutzer, die Fremdtinte einsetzen möchten und die Fallstricke kennen müssen
- Wer verstehen will, was das „e“ in der Modellnummer bedeutet