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Verbindung & Netzwerk

IPP

Kurz erklärt: IPP (Internet Printing Protocol) ist ein standardisiertes Netzwerkprotokoll, über das Rechner Druckaufträge senden und Druckerstatus abfragen, aufbauend auf HTTP.

Während Treiber früher herstellerspezifische Sprachen mitbrachten, sorgt IPP für eine gemeinsame Grundlage. Der Client verpackt Dokument und Optionen in eine Anfrage, der Drucker beantwortet sie und meldet Status oder Fehler zurück. Als Transport dient HTTP, typischerweise auf Port 631.

Warum IPP heute überall steckt

AirPrint, Mopria und der „IPP Everywhere“-Ansatz sind alle darauf aufgebaut. CUPS, das Drucksystem von macOS und vielen Linux-Distributionen, nutzt IPP ebenfalls intern. Moderne Windows-Versionen bieten mit dem IPP-Klassentreiber eine Installation, die ohne herunterzuladende Hersteller-Software auskommt.

Was sich daraus ergibt

Ein manuell angelegter Drucker lässt sich über eine Adresse wie ipp://192.168.0.20/ipp/print einbinden. Der genaue Pfad variiert je nach Hersteller, die Gerätedokumentation nennt ihn. Mit der verschlüsselten Variante IPPS wird die Verbindung zusätzlich per TLS gesichert.

Der Haken: Reine IPP-Treiber unterstützen nicht jede Spezialfunktion. Wartungsprogramme wie Düsenreinigung, Farbkalibrierung oder erweiterte Finishing-Optionen bleiben dem Herstellertreiber vorbehalten. Für den normalen Bürodruck, bei dem Seitengröße, Duplex und Farbe genügen, ist IPP jedoch eine robuste und schlanke Lösung, die Updates und Treiberpflege spart.

Sicherheit im Blick

Unverschlüsseltes IPP überträgt Inhalte im Klartext. Im Heimnetz ist das meist hinnehmbar, in Firmennetzen oder bei Zugriff über das Internet sollten Sie IPPS mit gültigem Zertifikat nutzen und den Zugriff per Firewall auf bekannte Adressen begrenzen. Prüfen Sie außerdem regelmäßig, ob die Weboberfläche des Druckers ein Administratorpasswort verlangt.

Wer mehrere Rechner im Haushalt betreut, fährt mit dem Protokoll gut: Eine einmal bekannte Adresse genügt, um Mac, Linux-Rechner und Windows-PC ohne Hersteller-Pakete zu versorgen. Das spart Wartung und verringert mögliche Konflikte zwischen Treiberständen.

Quelle: IETF RFC 8011: IPP/1.1 · Stand: Oktober 2026